1. Unterlassung

UrhebervertragsrechtWie bereits in dem „Engelsbeispiel“ genannt, würden in der vorliegenden Konstellation dem Künstler sowohl gegen den Fotografen als auch möglicherweise gegen weitere Personen entsprechende Unterlassungsansprüche nach den §§ 97, 97a UrhG zustehen. Auch diese Ansprüche werden sodann im Wege einer Abmahnung geltend gemacht. Dem Verletzer obliegt sodann die Pflicht, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben, um die Wiederholungsgefahr auszuräumen.

2. Schadensersatzansprüche

Auch stehen dem Künstler der abgebildeten Kunstfigur Schadensersatzansprüche zu. Diese können sich bspw. danach bemessen, welchen Gewinn sowohl der Fotograf, als auch möglicherweise ein weiteres Unternehmen, an dem der Fotograf das Foto lizensiert hat, generiert hat. So stehen dem Rechteinhaber grundsätzlich drei verschiedene Berechnungsmethoden seines Schadensersatzes zur Verfügung:

  • Ersatz des konkret entstandenen Schadens
  • Lizenzanalogie (fiktive Lizenzberechnung)
  • Ersatz des entgangenen Gewinns

3. Auskunftsansprüche

Dem Rechteinhaber stehen auch in dieser Konstellation entsprechende Auskunftsansprüche zu.

  • Erzielter Gewinn
  • Mögliche Auflagenstärke
  • Allgemeiner Umfang des Vertriebs
  • Nutzungsdauer

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