Soweit feststeht, dass grundsätzlich alle digital erstellten Fotos urheberrechtlich zugunsten des Fotografen geschützt sind – hierbei ist es unerheblich, ob es sich um ein hochwertiges Foto oder um ein einfaches Knipsbild handelt – stellt sich die Frage, welche sogenannten Verwertungshandlungen verboten sind.

MedienrechtFür den Bereich des Internets kommt hierbei insbesondere die Vorschrift des § 19a UrhG zur Anwendung. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Recht der öffentlichen Zugänglichmachung. Nach dem Gesetzeswortlaut ist das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung das Recht, das Werk drahtgebunden oder drahtlos der Öffentlichkeit in einer Weise zugänglich zu machen, dass es Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten Ihrer Wahl zugänglich ist.

Einfach gesprochen bedeutet dies, dass jegliches Hochladen bzw. zur Verfügung stellen eines Bildes, unabhängig von der Plattform, also egal ob auf der eigenen Homepage, in sozialen Medien wie Facebook oder XING, im Falle der fehlenden Berechtigung des Urhebers, also in den meisten Fällen des Fotografen, urheberrechtswidrig und damit entsprechende Ansprüche nach dem Urhebergesetz auslöst.

Im Ergebnis ist daher folgendes festzuhalten:

Das Recht, ein Foto zu veröffentlichen steht alleine dem Lichtbildner, mithin dem Fotografen, zu, soweit dieser seine Rechte nicht entsprechend abgetreten, bzw. derjenigen Person eingeräumt hat, welche das Foto veröffentlichen möchte. Es bedarf daher stets der Zustimmung, bzw. Einwilligung des Fotografen zur Veröffentlichung des Fotos.

Soweit also keine Einwilligung oder ein Lizenzvertrag vorliegt, darf kein Bild im Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Nebenbei bemerkt gilt dies selbstverständlich nicht nur für digitale Fotos, sondern auch für Videos, Musik oder andere urheberrechtlich geschützte Werke, bei denen es möglich ist, diese im Internet darzustellen.

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